Tourismus

Donnerstag, 19. Februar 2026

Jeden Tag einen Verletzten vom Berg holen

Philipp Koch, Pistenrettung Bergbahnen Brigels

Philipp Koch ist einer von 9 Patrouilleuren im Skigebiet Brigels. Während er im Sommer im Gartenbau arbeitet, ist er im Winter hier auf der Skipiste unterwegs. Er erzählt uns in diesem kurzen Interview, wie er zu diesem Job kam, was seine Aufgabe ist - und wie Unfälle vermieden werden könnten.

Esther Pfister, Brigels Insider: Hallo Philipp. Du bist einer, den eigentlich niemand kennenlernen möchte: Du bist nämlich bei der Pistenrettung in Brigels. Erzähl mal, wie kamst du zu diesem Job?

Philipp Koch, Pistenrettung: Ich habe vorher bereits bei den Bergbahnen Brigels gearbeitet und wollte mich weiterentwickeln. So bin ich schlussendlich bei der Pistenrettung gelandet.

Dann musstest du eine Zusatzausbildung machen für die Pistenrettung?

Genau, für die Patrouilleur Ausbildung braucht man die Ersthelfer Stufe 1 Ausbildung, um an die Eintrittsprüfung der Seilbahnen Schweiz zugelassen zu werden. Nach bestandener Eintrittsprüfung (Skifahren, Medizinisches Wissen, Aufstieg mit Touren Ski) wird der 10 tägige Zentral Kurs A mit einer Praktischen und Schriftlichen Prüfung abgeschlossen.

Das ist eigentlich auch der Job eines Pistenretters: Die Verletzten vom Berg runter zu bringen und in ärztliche Obhut zu übergeben. Wir Patrouilleure sind keine Ärzte, wir sind Ersthelfer. Wir leisten Erste Hilfe und bringen die Leute so schnell und sicher wie möglich vom Berg runter.

Wieviele Leute holst du jeden Tag vom Berg runter?

Im Schnitt kann man sagen, dass wir etwa eine Patientin/einen Patienten pro Tag vom Berg runter holen. Manchmal sinds natürlich mehrere, manchmal ist auch mal ein paar Tage nichts, aber im Durchschnitt ist es rund ein Patient pro Tag.

Was war der "Rekord"?

Diese Saison war es einmal ganz extrem, da haben wir innerhalb von einer Stunde 5 Verletzte vom Berg geholt.

Dies muss nicht mal unbedingt wegen schwierigen Wetterverhältnissen sein. Mal ist nix los, mal mega viel, es ist nicht vorherzusagen.

Was wünschst du dir von den vielen Gästen am Berg, damit möglichst wenig Unfälle passieren?

Ja, schön wäre, sie würden sich mit den 10 FIS Regeln auseinandersetzen! Also sie mal durchlesen, sich überlegen, was das bedeutet und natürlich sich daran halten.

Ich merkte erst, als ich selbst Patrouilleur wurde, wie wenig ich mir vorher Gedanken über diese Regeln gemacht habe. Doch sie können Leben retten!

Ich denke zu den 10 FIS Regeln mache ich mal ein separates Video! Magst du eine der FIS-Regeln herauspicken, die du besonders wichtig findest?!

Ja gerne, am wichtigsten finde ich, dass man nicht direkt unter einer Kuppe anhält, denn wer von oben kommt, kann dich dort nicht sehen. Wenn man dann plötzlich auf die Schnelle bremsen muss, wird es oft brenzlig. Wer nicht fährt, sondern auf der Piste anhält, soll das bitte nur am Pistenrand und an überischtlichen Stellen machen. Vorausschauend und dem Können entsprechen fahren, damit wäre schon sehr viel gedient!

Nun hat es draussen so viel Schnee: Du mussst wieder auf deinen Posten und ich möchte Skifahren gehen. Herzlichen Dank für das Interview Philipp - und auf ein ander Mal!

Danke ebenfalls, Esther.

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Brigels Insider wurde von Esther Pfister ins Leben gerufen. Sie ist mit dem Brigelser Remo Pfister verheiratet; sie wohnen mit ihrer Familie in Zürich. In Brigels vermieten sie im neu umgebauten Elternhaus von Remo Pfister zwei Ferienwohnungen: www.casacambrus.ch.

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