Interview mit Sebastian Duff, Initiator vom Brigelser Wimmelbuch (Cudisch plein pievel Breil/Brigels)
Esther Pfister, Brigels Insider: Wie bist du auf die Idee gekommen, ein Wimmelbuch über Brigels zu machen?
Sebastian Duff: Die Idee entstand, als ich gerade Vater geworden war. Ich sass mit Silvan und meiner Tochter im Spielzimmer, umgeben von Spielsachen und Büchern, als uns das Wimmelbuch des Zoo's Zürich besonders ins Auge fiel. Da meinte ich, so etwas sollte es auch für Brigels geben. Silvan hatte denselben Gedanken, da viele Familien ihren Urlaub in Brigels verbringen. Wir informierten uns, was zur Umsetzung nötig wäre, und Silvan fertigte die ersten Skizzen an. Wir meldeten uns beim Wimmelbuch-Verlag und diese schlugen uns eine Illustratorin vor. So kam eins zum anderen.
Wie war die Zusammenarbeit mit der Illustratorin, und wie sind die Szenen entstanden?
Die Zusammenarbeit mit der Illustratorin war ein Glücksfall – wir verstanden uns auf Anhieb. Gemeinsam bereiteten wir Skizzen der gewünschten Szenen vor und luden Isabella nach Brigels ein. Vor Ort besuchten wir jede Szene und erklärten, was dort zu sehen sein soll. Besonders wichtig war uns die detailgetreue Umsetzung. Wir überarbeiteten jede Szene mehr als zehnmal, bis alles für uns stimmig war. Wir wollten schliesslich, dass die Essenz von Brigels aus den Bildern spricht. Isabella hatte ein besonderes Talent, unsere Vorstellungen bildlich umzusetzen. Dass sie uns in ein Wochenende in Brigels besuchte und das Dorf und die Umgebung auf sich wirken lies, half ihr sehr, ein Gefühl für unser geliebtes Brigels zu entwickeln.
Ihr erzählt eigene Geschichten im Buch. Gibt es eine, die du besonders hervorheben möchtest? Welchen persönlichen Bezug habt ihr zum Buch?
Silvan und ich sind auf jeder Szene zu sehen. Auf einer fährt Silvan mit meiner Tochter Snowtube – das ist wirklich passiert und wurde im Buch festgehalten. Wir haben sogar einen Blick in die Zukunft geworfen und uns am Silvestermarkt mit einem eigenen Stand abgebildet, an dem wir die Wimmelbücher verkaufen. Das ist dann tatsächlich auch so eingetreten. Auch andere Dorfbewohner wurden integriert und in den Rollen dargestellt, in denen wir und alle andern sie kennen – manchmal ein wenig überspitzt.
Hast du eine Lieblingsszene und warum?
Meine Lieblingsszene ist der Silvestermarkt in Brigels. Sie fängt die Magie ein, die Brigels für mich so besonders macht. Die winterliche Nacht und der Schneefall verleihen der Szene einen einzigartigen Charme. Aber auch die Alpabzug-Szene gefällt mir sehr.
Es gibt auffällige Figuren im Buch – Giacun Hasper Muoth, eine Hexe, einen Drachen, eine Eule oder einen davonrollenden Käse. Hast du eine besondere Beziehung zu diesen Figuren?
Diese Figuren spiegeln meine Beziehung zu Brigels wider. Giacun Hasper Muoth ist als Prinz der Poeten und Dichterfürst bekannt und ging gerne im Fausta Capaul ein und aus. Die Hexe verbinden wir mit Waltensburg, die Eule lebt im Wald von Scatlé und beobachtet die Dorfbewohner. Der davonrollende Käse war eine Idee der Illustratorin – und passt zu meiner Geschichte als gelernter Käser. Was es mit dem Drachen auf sich hat, bleibt unser kleines Geheimnis.
E fin finala: Was hat es mit dem Paar auf sich, das sich auf jeder Seite küsst?
Diese Frage taucht häufig auf – und lange haben wir die Antwort für uns behalten. Mittlerweile wissen viele im Dorf, wer gemeint ist. Mein Tipp: Sprecht die Leute im Dorf am besten selbst an und finde es heraus!
Herzlichen Dank für dieses spannende Interview, Sebastian!
Übrigens: Das Brigelser Wimmelbuch gibt es in vielen Dorfläden in Brigels zu kaufen, so zum Beispiel bei der Bäckerei Gabriel oder im Büro von Surselva Tourismus!

Keine News verpassen!
Abonniere unseren Newsletter und erfahre, was in Brigels läuft!
Erhalte interessante Insider-Informationen direkt in deine Inbox!
Unsere Newsletter erscheinen unregelmässig, ca. 4x im Jahr.


